Lindbergh — Mein Flug über den Ozean

 

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Inhalt

Der Film beschreibt das Leben von Charles A. Lindbergh. Dabei wird neben seinem legendären Flug über den Atlantik auch seine frühe Fliegerkarriere als Luftpostflieger erzählt.
Während der Erzählung werden immer wieder Flashbacks aus Lindberghs Vergangenheit eingeschoben. Die Erinnerungen thematisieren immer die Erfahrungen mit dem Fliegen. nach oben

Schwerpunkte der Fliegerfilme

Faszination Fliegen

Screenshot
Start der Spirit of St. Louis
Lindbergh wird als ein wahrer Abenteurer dargestellt. Sein ganzes Leben scheint sich um die Fliegerei zu drehen. Trotz der vielen Gefahren, welche zu der damaligen Zeit allgegenwärtig waren, wird Lindbergh als Motor für die Fliegerei dargestellt. Mit Flugshows begeisterte er die Menschen, mit Flugunterricht brachte er ihnen das Fliegen näher und mit seiner Zeit als Pilot bei der Luftpost transportierte er Post und riskierte als Pilot immer etwas mehr als andere.
Am 21. Mai 1927 war es Charles A. Lindbergh, der als erster einen nonstop Flug über den atlantischen Ozean wagte. Er flog ca. 5,810 Kilometer, der Flug dauerte 33 Stunden und 30 Minuten.
Nach der Landung in Le Bourget, Paris wurde Charles A. Lindbergh zum Helden für die Gesellschaft und revulotionierte die Fliegerei.
Screenshot
waghalsige Flugmanöver während einer Show
Das Fliegen wird sehr imposant und anregend dargestellt. Besonders bei den Flugshows ist die Faszination des Fliegens förmlich zu spüren. Die Pionierstimmung ist ähnlich wie beim Film The Great Waldo Pepper.
Sogar ein Pfarrer möchte das Fliegen lernen und nimmt bei Lindbergh Flugstunden. Obwohl der Pfarrer überhaupt kein Gefühl für das Flugzeug entwickeln kann, ist er doch angetan von der Fliegerei und möchte, auch wenn nur für eine kurze Zeit, seinem Herrn etwas näher sein. Glaube, Hoffnung und Rationalität sind dabei 3 Faktoren, welche im Film thematisiert werden und auch kontrovers gegenüber gestellt werden. nach oben

Faszination Technik

Das Flugzeug, The Spirit of St. Louis, wurde ausgehend von einer Ryan M-2 stark modifiziert. Im Film findet die Modifizierung in stark ausgeprägter Form statt. Es erscheint als würde man ein komplett neues Flugzeug entwerfen und bauen. Es wird versucht das Flugzeug in jeglicherweise zu optimieren. Dabei sind immer 2 Aspekte von größter Bedeutung: so leicht wie möglich und so effizient wie möglich.
Nachdem der Umbau abgeschlossen war, wurden zahlreiche Tests gemacht um die Funktionalität des Flugzeugs sicher zu stellen.
Ein einmotoriges Flugzeug zeigt, dass man alles auf eine Karte setzte. Auch ein Fallschirm wäre zuviel, da er zu schwer ist. Lindbergh riskiert mit diesem Flug sein Leben und ist sich dieser Tatsache auch bewusst. nach oben

Heldentum, Kameradschaft

Lindbergh ist die Hauptperson im Film und dieser Charakter wird auch stark ausgeprägt. Durch verschiedene Flashbacks wird die Erfahrung Lindberghs bezüglich der Fliegerei dargestellt.
Als erster Pilot, welcher in einem nonstop Flug erfolgreich den Atlantik überquerte, hat Lindbergh zweifelsohne eine heldenhafte Leistung vollbracht. Diese Tatsache wird dadurch untermauert, dass es schon mehrere Piloten gab, welche bei längeren Flügen abstürzten und dies mit ihrem Leben bezahlten.
Auch die fliegerische Fachsprache findet im Film häufig Verwendung. nach oben

Gefahr beim Fliegen

Motorausfälle, Stürme und tückische Winde sind die typischen Gefahren, welche die Piloten in ihren Flugzeugen zu dieser Zeit zu fürchten hatten. Im Film wird gleich zu Beginn dargestellt, wie Charles Lindbergh mit seiner Luftpostmaschine Probleme bekommt und sich letztendlich mit dem Fallschirm retten muss, bevor sein Flugzeug, im starken Unwetter und ohne Treibstoff, abstürzt. Mit dem Absprung ist Lindbergh jedoch längst nicht in Sicherheit. Der starke Wind spielt mit dem alten Flugzeug und es kommt beinahe zur Kollision des führerlosen Flugzeugs mit Lindbergh, welcher im Fallschirm zu Boden gleitet.
Schlechte Sicht und der Flug über den Atlantik erschweren die Navigation. Besonders über dem Atlantik, wo man keine Anhaltspunkte beim visuellen Flug hat, ist die Gefahr sich zu verfliegen sehr hoch. Die Winde können ein Flugzeug vom Kurs abbringen und dazu führen, dass man im Kreis fliegt, bis der Sprit zur Neige geht. Die Folge für Lindbergh wäre ein Absturz irgendwo im Atlantik. nach oben

Kampf Mensch gegen Mensch, Mensch gegen Technik

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Panoramablick
Das Vorhaben, den Atlantik in einem nonstop Flug zu überqueren, wird aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Auf der einen Seite steht die Skepsis und auf der anderen Seite der ungebrochene Wille Lindberghs, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Während des über 33h langen Fluges kämpft Lindbergh mit der Müdigkeit. Zudem kommt noch ein kurzer Motoraussetzer und ein vereistes Flugzeug. Er kämpft zum einen mit sich selbst und überwindet seine eigenen, menschlichen Grenzen und zum anderen gegen die Natur. Erschwerend kommt hinzu, dass Lindbergh nur über eine Periskopähnliche Konstruktion nach vorne sehen konnte und sich so weitestgehend auf die Instrumente verlassen musste. nach oben

Cast

Charles A. Lindbergh wird durch den Schauspieler James Stewart verkörpert. Lindbergh war 25 als er den Atlantik überquerte. Der Schauspieler Stewart war jedoch mehr als 20 Jahre älter. nach oben

Technische Umsetzung

Screenshot
Hintergrundmontage der Stadt
Während Lindberghs Flug über den Atlantik wechseln die Kameraeinstellungen von weiten Panoramabildern des Meeres hin zur Nahaufnahme von Lindbergh im Flugzeug. Dadurch entsteht ein Wechsel von Freiheitsgefühlen und klaustrophobischen Ängsten. Das enge, kleine Cockpit steht dazu im Widerpsruch zur Freiheit des Fliegens.
Im Film findet man häufig Hintergrund-Montagen, eine gängige Methode zur damaligen Zeit, welche auch in anderen Fliegerfilmen, wie z.b.: der Kommandeur oder der Testpilot eingesetzt wurde. nach oben

Fazit

In diesem Film wird die Fliegerei sehr ausgeprägt thematisiert. Es gibt keine Liebesromanze. Der Film dreht sich einzig und allein um Lindberghs fliegerische Erfahrung und sein Vorhaben den Atlantik zu überqueren. Die Thematisierung von Glauben, Hoffnung und Visionen verstärken die abenteuerliche Stimmung und tragen dazu bei, dass Lindbergh als ein wahrer Held dargestellt wird, welcher sehr viel riskierte, um noch viel mehr zu erreichen. Auch der Umgang mit der Fliegersprache und damit verbunden die Verwendung von Fachbegriffen der Fliegerei ist im Film stark ausgeprägt.


 

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