Airborne - Flügel aus Stahl

 

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Inhalt

Screenshot Während eines Einsatzes gegen ein Drogenkartell werden zwei Helikopter, von einem der besten Söldnerpiloten der Welt, abgeschossen. Nur Pilot Jake Preston (Nicolas Cage) und sein Co-Pilot können sich retten. Das amerikanische Militär reagiert mit der Benennung einer Spezialeinheit. Aufgrund seiner Erfahrungen wird Jake auf dem modernen Kampfhubschrauber AH-64 Apache ausgebildet. Während der Ausbildung trifft er auf seine alte Freundin Billie Lee Guthrie (Sean Young), welche einen kleinen Aufklärungshelikopter, den OH-58 Kiowa Warrior fliegt.
Schnell stellt sich heraus, dass Preston einer der begabtesten Piloten ist, jedoch ein Problem mit der Helmtechnik des Apaches hat. Direkt nach der Ausbildung geht es auf einen Einsatz gegen das Drogenkartell, wo Jake wieder auf den Söldner trifft und diesmal seine Rechnung begleichen kann. nach oben

Schwerpunkte der Fliegerfilme

Faszination Fliegen

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taktisches "Auflauern"
Ähnlich wie in Top Gun wird die Faszination des Fliegens in Form von gewagten Flugmanövern dargestellt. Jake beherrscht den AH-64 Apache sehr gut und ist dadurch in der Lage verschiedene Manöver wie Loopings oder Rollen mit einem Helikopter zu machen. Wie auch in Sky Fighters und der Testpilot geht Jake in einer sehr unbeschwerten Art und Weise mit seinem Arbeitswerkzeug, dem Kampfhubschrauber um. nach oben

Heldentum, Kameradschaft

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imposante Landung der Apaches
Ähnlich wie Maverick in Top Gun ist Jake Preston ein eigenwilliger Pilot. Beide sind auf der Suche nach dem "Kick" und für beide ist das Fliegen ein Mittel um den "Kick" zu bekommen. Prestons Fähigkeiten, den Apache Kampfhubschrauber zu fliegen, sowie seine Ausstrahlung, bestätigen das Bild eines erfolgreichen Piloten.
Gestützt wird die Skizzierung des Heldenbildes durch die finale Mission gegen ein Drogenkartell. Screenshot
die Elitepiloten
Jake Preston demonstriert sein ganzes Können, indem er den feindlichen Söldnerpiloten allein abschiesst und somit seine persönliche Rechnung begleicht.
Die Staffel besteht jedoch nicht nur aus Jake Preston sondern aus einer Vielzahl von Piloten sowie Mechanikern und weiterem Unterstützungspersonal.
Die Erzählung konzentriert sich jedoch stark auf Jake Preston und sein Umfeld.
Auffallend ist, dass die Pilotin Billy Lee Guthrie zwar in einem OH-58D Kiowa Warrior an vorderster Front fliegt, aber dennoch keine Bewaffnung zur Verteidigung mit sich trägt.
Lee Guthrie wird als selbstbewusste und clevere Pilotin, mit viel Talent dargestellt. Dennoch ist sie auf die Hilfe der mächtigen Apache Kampfhubschrauber und damit u.a. auf Jake angewiesen. In der Realität durften Frauen zwar die Ausbildung zur Pilotin machen, jedoch nicht an vorderster Front, wie es Lee Guthrie in Fire Birds tut, mitwirken. Erst ab 1993 wurden Frauen komplett in die Kampfpilotenausbildung integriert und durften an realen Kriegseinsätzen teilnehmen. Zuvor beschränkten sich die Einsätze u.a. auf Unterstützungsmissionen. nach oben

Gefahr beim Fliegen

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Absturz im Kampf
Um unentdeckt zu bleiben müssen die Kampfhubschrauber sehr tief fliegen. Dieses Manöver wird auch Konturenflug genannt. Das Fliegen in geringen Höhen mit hohen Geschwindigkeiten bringt die Gefahr des Absturzes mit sich. Das kleinste Fehlverhalten des Piloten kann den Helikopter zum Absturz bringen.
Eine weitere Gefahr ist der Luftkampf, welcher auf engstem Raum ausgetragen wird. Dabei kann das Terrain wieder der beste Freund des Piloten sein, Ihm aber auch beim kleinsten Fehler den Tod bescheren. nach oben

Romanzen & Liebesstories

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Lee Guthrie und Preston
Obgleich Preston als Mann mit vielen Stärken skizziert wird, sind seine Schwächen die Frauen.
Preston und Lee Guthrie hatten bereits einige Jahre vor dem Wiedersehen bei der Taskforce Ausbildung eine Beziehung. Jedoch trennten sich die beiden wieder.
Während der Ausbildung versucht Preston wieder bei Lee Guthrie zu landen, was ihm Aufgrund seines Charmes sowie seiner Hartnäckigkeit auch gelingt.
Das Verhältnis von Preston und Lee Guthrie wird eindeutig mit den typischen Klischees von Mann und Frau dargestellt. Es wird versucht die typischen Rollenverteilungen umzustoßen und neue, für 1990 aktuelle Strukturen darzulegen. nach oben

Kampf Mensch gegen Mensch, Mensch gegen Technik

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Jakes Apache - Stollers Defender
Der Kampf gegen das Drogenkartell wird in Fire Birds sehr hart und gnadenlos dargestellt. Das Kartell hat sich neben einigen Kampfflugzeugen auch einen der besten Söldner der Welt besorgt. Dieser fliegt einen kleinen, wendigen Kampfhubschraubscher genannt Scorpion. Gleich zu Beginn des Films macht Preston Bekanntschaft mit diesem Gegner. Der Scorpion, geflogen von einem Söldner namens Eric Stoller (Bert Rhine), greift aus dem Hinterhalt an und zerstört einen Blackhawk, sowie einen weiteren Helikopter des Geleitschutzes. Preston ist geschockt und wirkt machtlos gegen diesen abgeklärten Piloten, der für Geld Menschen tötet. Preston gelingt lediglich die Flucht vor dem Scorpion
Der Feind wird hierbei in einer Nahaufnahme gezeigt und stark personalisiert. Er hat nicht nur einen Namen und ein Gesicht sondern ist auch ein gefürchteter Gegenspieler. Er ist die Personifizierung des Drogenkartells.
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Die "ungewöhnliche" Hilfe
Jake Preston hat während seiner Ausbildung auf dem Apache ein Problem mit der Technik. Er ist Anfangs nicht in der Lage die Daten welche durch das Monokel, für das rechte Auge projiziert werden zu verarbeiten, da er eine Augendominanz hat. Nachdem ein typischer Lehrer-Schüler Konflikt, welcher von Neid und Ehrgeiz geprägt ist, beigelegt wurde, bittet Preston seinen Ausbilder Brad Little um Hilfe. Little wendet eine unkonventionelle Methode an, um Preston zu helfen und verschafft nimmt Ihm somit seine letzte Schwäche im Umgang mit dem Apache.
Ein weiterer Konflikt wird direkt an Brad Little deutlich gemacht. Im Alter von 40 Jahren wird er für die Vorgesetzten eher als Ausbilder anstatt als Kampfpilot gebraucht. Sich mit dieser Situation abzufinden fällt Brad Little sehr schwer.
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Cast

Fire Birds trumpft mit Nicolas Cage und Tommy Lee Jones sowie Sean Young mit einer hochkarätigen Starbesetzung auf. nach oben

Technische Umsetzung

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Jakes Co-Pilot im Cockpit
Wir haben uns dazu entschieden Fire Birds in dieser Ausarbeitung zu betrachten, da der Film unter anderem sehr viel authentische Flugszenen vorzuweisen hat. Während der Ausbildung im Simulator wird die Dramaturgie durch immer schneller werdende Schnitte sowie Jakes wiederholtes "Ich bin der größte" und Explosionsszenen von gegnerischen Objekten/Fahrzeugen stark voran getrieben.
Jake wird über den Apache Helikopter charaktisiert und somit sind auch Kameraeinstellungen, wie das Lauern in sehr geringer Höhe und spektakuläre Flugmanöver (Loopings, Schrauben, Sturzflüge, "Tanz zwischen Bergkuppen") ein stilistisches Mittel um Jake Preston zu heroisieren.
Während der Cockpitaufnahmen, welche die Gesichtsausdrücke der Piloten/Co-Piloten skizzieren wird des öfteren der Montage-Effekt deutlich.
Die Kameraeinstellungen bei Cockpitszenen variieren von Halbnah bis hin zur Detailaufnahme. Dabei sind Halbnahe Aufnahmen meist ausserhalb des Cockpits realisiert worden, während die Detailaufnahmen das Gefühl des "Mitfliegens vermitteln".
Der hohe Grad an Authentizität trägt dazu bei, dass man Fire Birds als Fliegerfilm durchaus ernst nehmen kann.
Die Filmmusik spielt in Fire Birds eine besondere Rolle. Die musikalische Untermalung kommt besonders während der Flugszenen zur Geltung und nicht, wie man vermuten könnte, während der Liebesszenen. Nahezu jede Flugszene wird durch patriotische und befreiende Musik untermalt, so daß der Zuschauer eher durch die ergreifenden Flugszenen, welche durch schnelle Sequenzen geprägt sind, mitgerissen wird. nach oben

Fazit

Anders als die meisten Fliegerfilme, thematisiert Fire Birds die Fliegerei mit dem Helikopter. Die Story ähnelt in verschiedenen Punkten der von Top Gun. Der Film kann mit teilweise sehr guten Flugszenen aufwarten. Auch die Thematik der Frau beim Militär wird in Fire Birds diskutiert, geht jedoch auf Grund der starken Inszenierung vom Hauptcharakter Jake Preston während des Films verloren. Zwar gibt es in Fire Birds eine obligatorische Liebesromanze, jedoch wird ein großteil der Spannung durch die Luftkämpfe und Flugszenen aufgebaut.
Obwohl die Besetzung sehr hochkarätig ist, spielt der Kampfhubschrauber AH-64 Apache eine der Hauptrollen im Film. Detailaufnahmen des Helikopters sowie Aufnahmen von unten lassen ihn stark und mächtig erscheinen. Die schnellen Sequenzen während der Luftkämpfe geben dem Helikopter die nötige Dynamik und erwecken ihn somit zum "Leben".


 

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